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Psychoanalyse mit Skype




Was ist Skype und wie kann es bei der Online-Psychoanalyse eingesetzt werden?

Skype [sprich: skaɪp] ist ein Dienst der Firma Microsoft, der Videokonferenzen, IP-Telefonie, Instant-Messaging, Dateiübertragung und Screen-Sharing ermöglicht. Der Dienst lässt sich sowohl mit dem zugehörigen – in seiner Grundversion kostenlosen – Anwendungsprogramm als auch direkt in einem Browser nutzen.

Skype ermöglicht insbesondere das weltweite kostenlose Telefonieren oder Videotelefonieren zwischen Skype-Nutzern via Internet.

(Mehr zu Skype und zum Download des Anwendungsprogramms hier.)

Skype kann also wie ein Telefon verwendet werden, wobei nur das Gesprochene übermittelt wird, oder wie ein Videotelefon, das Bild und Ton übermittelt.

Damit beides funktioniert, müssen gewisse technische Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen bedarf es einer hinreichend schnellen Internetverbindung. Zum anderen muss das verwendete Endgerät mit Mikrofon und Kamera, bei einem PC oder Notebook also mit einer so genannten Webcam, ausserdem mit Lausprechern bzw. einem Audioausgang ausgestattet sein. Zu empfehlen ist die Verwendung von Kopfhörern – oder auch eines so genannten Headsets, bei dem Mikrofon und Kopfhörer integriert sind. Mikrofone, Webcams, Kopfhörer und / oder Headsets sind kostengünstig im Handel erhältlich.

Psychoanalyse mit Skype

Bei einer psychoanalytischen Sitzung per Skype kann entweder von der reinen Anruffunktion oder von der Videoanruffunktion Gebrauch gemacht werden.

Ähnlich wie bei der Sitzung in einer Praxis aktivieren manche Kolleginnen oder Kollegen die Kamera zur gegenseitigen Begrüßung und Verabschiedung, schalten diese aber während der eigentlichen Sitzung ab oder drehen sie zur Seite, so dass der Analysant eine Ansicht, beispielsweise eine Wand, sieht, die er auch sehen würde, wenn er sich in der Praxis aufhalten würde.

Wenn die Analysantin oder der Analysant es wünscht, kann die Kamera auch während der gesamten Sitzung aktiviert bleiben. Dann können Analytiker und Analysantinnen oder Analysanten einander sehen – wobei jede oder jeder in einem kleinen Fenster auch sich selbst sehen kann.

Manche Analysanten ziehen es, genau wie in einer Praxis, vor, während der Stunde zu sitzen, in dem Fall am Tisch vor ihrem Bildschirm. Andere legen sich auf eine Couch und platzieren ihren Laptop oder ihr Tablet neben sich auf einem Beistelltisch.

Vorteile einer Psychoanalyse mit Skype

Obwohl bei einer Psychoanalyse mit Skype Analysant oder Analysantin und Analytiker oder Analytikerin nicht beide in einem Raum präsent sind, kann sich eine Übertragung entfalten.

Der Kern dessen aber, was Psychoanalyse ausmacht, dass sie nämlich eine „talking cure" ist, wird bei einer Online-Analyse nicht nur bewahrt, sondern wesentlich begünstigt.

Skype ermöglicht sowohl für den Analytiker als auch für den Analysanten eine hochintensive Konzentration auf das Sprechen und das Schweigen, die sprechende Stille, das Sagen, das Gesagte und das Ungesagte erlaubt.

Mehr noch als in einer Praxissituation kann das Timbre, die Stimm- und Stimmungslage, der Rhythmus, jede Modulation der Stimme, die Lautstärke, jeder Atemzug, jedes noch so geringe Stocken, jedes Stammeln, jeder Versprecher, jeder Lapsus, jedes Lächeln oder Lachen, registriert werden. Es ist gerade die mögliche Konzentration auf den Ton, das Auditive, die den Analytiker befähigt, auf die Äquivokationen im Sprechen des Analysanten zu hören, worin das Unbewusste sich meldet. Umgekehrt kann auf diese Weise die Stimme des Analytikers als körperlicher Träger seiner Deutungen und Interventionen im Sprechen wie im Schweigen ihre ganze Wirkung entfalten.

 
 
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